M+W Online-Umfrage: Der Einsatz von Zirkon im Bereich Zahnersatz und die Verwendung intraoraler Abform-Scanner

Büdingen, 14.09.2011

 

Die mehrmals jährlich stattfindenden Umfragen zu aktuellen Themen des Dentalmarktes sind für das Versandhandelsunternehmen M+W Dental ein wichtiges Anliegen. Neben dem Kernge-schäft, der schnellen und zuverlässigen Lieferung von dentalen Verbrauchsma-terialien zu günstigen Preisen, sind sie ein interessanter Zusatzservice für die M+W Kunden. Gleichzeitig sind die Umfragen aber auch wichtig für das Unternehmen selbst, um immer über die neuesten Trends und sich wandelnde Kundenwünsche informiert zu sein.

Bei der aktuellen Online-Umfrage nahmen 936 Zahnarztpraxen, 243 Zahnarztpraxen mit eigenem Labor und 116 gewerbliche Dentallabore teil.
Die Fragestellungen wurden dieses Mal dominiert von zwei spannenden Hauptthemen. Zum einen sollte herausgefunden werden, wie die vorherrschende Meinung zu den, in den letzten Monaten intensiv diskutierten, digitalen Abformungen wirklich ist und ob in Zu-kunft ein kompletter digitaler Workflow zu erwarten ist. M+W Geschäftsführer Markus Bleher dazu: „Ich denke, es gibt keinen Zweifel daran, dass die sogenannte Digitalisierung in der Dentalbranche weiter fortschreiten wird. Die interessante Frage ist jedoch, wie schnell diese Entwicklung in welchen Bereichen tatsächlich stattfinden wird. Da weichen die Meinungen ganz erheblich voneinander ab.“ Dementsprechend beschäftigte sich die Umfrage auch mit einem verwandten Thema, und zwar mit der Frage, ob Zirkon ein Material ist, welches alle notwendigen Eigenschaften für den optimalen Zahnersatz vereint und wie sich die Akzeptanz für das Material heute darstellt.

Diagramm 1

Um vorab einen Einblick in die allgemeine Entwicklung einzelner Tätigkeiten in den befragten Praxen zu erhalten, wurde zu Beginn der Umfrage diese Entwicklung in den Praxen erfragt. Die Ergebnisse hieraus zeigen beispielsweise einen starken Anstieg bei Prophylaxe-Behandlungen. Knapp 18% der befragten Zahnärzte arbeiten heute verstärkt in diesem Bereich, 40% der Praxen verzeichneten hier immerhin einen leichten Anstieg. Gleichbleibend, mit maximal einem leichten Anstieg, wurden mehrheitlich konservierende Behandlungen, Endodontie und Parodontologie gewertet. (Diagramm 1)

Diagramm 2

Bei den befragten Dentallaboren war eine geteilte Entwicklung zu verzeichnen. Bei knapp der Hälfte der Labore war ein Anstieg der vollkeramischen Versorgungen zu verzeichnen, mehr als 45% fertigten mehr zirkontragende Gerüste und 47% mehr NEM-Versorgungen. Nach wie vor überproportional viele Labore verzeichneten einen Anstieg bei implantatgetragenen Versorgungen (Steigerung bei 54,3%). (Diagramm 2)

Zum Einsatz von Zirkon gab es ebenfalls interessante Ergebnisse: Fast 60% der Zahnärzte nutzen Zirkon heute (auch) für Gerüste, aber nur 24,4% für die Kombitechnik. Für uns eher überraschend ist die hohe Zahl der Zahnärzte (75%), die sich den Einsatz dieses Materials auch für vollanatomische Kronen und Brücken vorstellen können bzw. dies so nutzen.
Einschränkungen wurden bei Zirkon hinsichtlich der geeigneten Indikation gemacht. 37% der Umfrageteilnehmer haben nach wie vor noch Bedenken im Bezug auf die Haltbarkeit.

Diagramm 3

Im Fragenteil zum Einsatz von Scannern war es wichtig zu erörtern wie weit verbreitet die Verwendung zum jetzigen Stand ist und ob es Geräte gibt deren Verwendung bevorzugt wird oder welche bei einer möglichen Kaufentscheidung an erster Stelle stehen. Die Frage mit welchen intraoralen Scannern sich die Praxen bereits etwas beschäftigt haben, beantworteten diese wie in Diagramm 3 aufgezeigt. (Diagramm 3)

Generell sind die Scanner in den Praxen zwar auf dem Vormarsch, wegen der hohen Anschaffungskosten jedoch noch nicht weit verbreitet. Erst 81 der 936 befragten Zahnärzte, also knapp 9%, haben bereits einen intraoralen Scanner. Dabei ist Sirona nachvollziehbarerweise nach wie vor führend. Es ist eben das System, welches mit Abstand am längsten auf dem Markt ist.

In naher Zukunft (2-5 Jahre) planen 12,5% der Befragten, sich ebenfalls einen intraoralen Scanner zuzulegen. 50% der Teilnehmer sehen von der Anschaffung bis auf weiteres ab.

Zur Investitionsentscheidung bezogen auf einen intraoralen Scanner befragt, antworteten über 30% der Zahnärzte, dass sie diese Entscheidung gemeinsam mit ihrem Labor treffen würden. 56% würden sich nur einen Scanner anschaffen, wenn der Laborpartner dann zumindest die Daten auch verarbeiten kann. Nur knapp 21% der Zahnärzte würden sich ein anderes Labor suchen, wenn ihr aktuelles Labor die Daten nicht verarbeiten kann. Das bedeutet für die Labore, dass sie hier, aus Sicht der befragten Zahnärzte, ein gefragter Partner bei der Wahl eines geeigneten Scanners sind.

Zusammenfassend lässt sich erkennen, dass Zirkon mehr Vertrauen entgegengebracht wird und praktisch als Standardversorgung in den Praxen Einzug gehalten hat. Das Interesse an intraoralen Abformscannern ist seit der letzten IDS deutlich gestiegen. Allerdings ist der Informationsstand bezüglich neuer Systeme noch vergleichsweise gering. Es ist daher zu erwarten, dass sich das Interesse daran erst mittelfristig in tatsächlichen Gerätekäufen niederschlagen wird. Der Weg bis zum vollständigen digitalen Workflow wird sich auf breiter Front also erst mittel- bis langfristig durchsetzen.

 

 

 

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M+W Dental ist das größte Versandhandels-Unternehmen für dentale Verbrauchsgüter in Europa. Das Unternehmen mit Sitz in Büdingen bei Frankfurt bearbeitet mit knapp 200 Mitarbeitern rund 200.000 Aufträge im Jahr. Zu den Kunden gehören schwerpunktmäßig Zahnärzte und Dentallabore.