Stich- und Schnittverletzungen im Praxisalltag

Eingebaute Sicherheit

Ein Instrument wird als "sicher" eingestuft, wenn es gewisse Sicherheitsmechanismen erfüllt, die das Verletzungsrisiko stark minimieren. So sollten diese Instrumente eine Schutzvorrichtung haben, die direkt nach dem Gebrauch aktiviert wird, einen erneuten Gebrauch ausschließt und mit einer Hand zu betätigen ist. Ein gutes Beispiel ist das Einmalskalpell mit integrierter Schutzhülle: Die Schutzhülle wird mit einer Hand direkt nach der Behandlung über die Klinge geschoben, rastet hörbar ein und lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Somit ist eine Verletzung mit diesem Instrument ausgeschlossen. Auch Hilfsmittel, die es erlauben, eine Injektionsspritze mit aufgesetzter Nadel mit nur einer Hand in die Schutzhülle zurückzustecken, gelten in diesem Fall als "sichere Instrumente". Durch den Einsatz solch innovativer Medizinprodukte wird das Infektionsrisiko stark verringert. Leider werden immer noch Instrumente genutzt, die nicht diesen neuen Richtlinien entsprechen. Hier ist Vorsicht geboten – auch für den Arbeitgeber. Denn der Arbeitgeber muss sich bewusst sein, dass er im Schadensfall begründen muss, warum entsprechende Geräte nicht zum Einsatz kamen.

 

Sichere Abfallentsorgung

Auch bei der Abfallentsorgung (benutzte Kanülen, Skalpelle usw.) sollte der sichere Umgang im Vordergrund stehen – auch um andere Berufsgruppen, die mit der Entsorgung des Abfallsbeauftragt werden, zu schützen. So sollten Injektionskanülen nur in dafür vorgesehenen Entsorgungsboxen gesammelt und diese vor der Entsorgung im Hausmüll eingegipst werden. Auch wenn die Gefahr einer Infektion durch kontaminierte Instrumente im Gesundheitswesen nie ganz auszuschließen ist, so hilft Ihnen der Umgang mit "sicheren Instrumenten", dieses Risiko stark zu verringern. Denken Sie bitte daran, dass Ihr Selbstschutz oberste Priorität hat.

 

Was sind eigentlich Zylinderampullenspritzen?

Im Gegensatz zu Einmalspritzen, die steril verpackt werden und nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt sind, können Zylinderampullenspritzen nach der Anwendung gereinigt und sterilisiert werden, so dass sie wieder verwendbar sind. Bei Zylinderampullenspritzen unterscheidet man drei Typen: Die einfache Zylinderampullenspritze ohne Aspiration für die Infiltrationsanästhesie oder für die Verwendung mit pastenhaltigen Zylinderampullen wie z. B. Dynexan. Die Zylinderampullenspritze mit Aspirationshaken dient zur Leitungsanästhesie. Durch Zurückziehen des Kolbens ist das Aspirieren vor der Injektion möglich. Eine Aspiration vor der Injektion ist wichtig, um festzustellen, ob nicht versehentlich ein Gefäß getroffen wurde. Diese Spritzen sind auch unter dem Namen Karpulen- Spritzen bekannt. Eine weitere Zylinderampullenspritze gibt es für die Intraligamentalanästhesie. Diese zeichnet sich durch ein spezielles Hebelsystem aus, das eine Injektion direkt in den Parodon talspalt ermöglicht. Für alle diese Injektionsarten stehen verschiedene Injektionsnadeln zur Verfügung. Während zum Applizieren von Pasten eine stumpfe Kanüle mit einem großen Durchmesser bevorzugt wird, wählt man bei der Intraligamentalanästhesie eine kurze Nadel mit einem sehr geringen Durchmesser (G30/0,3). Zur Infiltrationsanästhesie wer den ebenfalls kürzere Nadeln (G25 short/ G27 short) bevorzugt. Bei einer Leitungsanästhesie sind Nadeln mit einem etwas längeren Einstichteil (G25 long/G27 long) von Vorteil. 

 

 

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